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 Betreff des Beitrags: Zivildienst und Depressionen
BeitragVerfasst: 25.01.2010, 00:05 
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hallo erstmal :)

ich nutze jetzt einmal die anonymität des internets um euch mal meine komplizierten^^ fragen zu stellen.

ich leide seit 4 jahren an einer mehr oder minder schweren depression und habe niemals jemandem (außer meiner ex-freundin) davon erzählt... schule und abitur hab ich nur mit problemen überstanden und hatte nun angst mein (zukünftiges) studium durch meine "krankheit" nicht zu schaffen und dann wohl doch ärztliche hilfe zu benötigen...
aber jetzt halte ichs im zivildienst schon nichtmehr aus

habe meine dienstantrittsuntersuchung noch vor mir (war mehrere wochen krankgeschrieben wegen stressbedingter Kopfschmerzen/migräne)... soll ich nun direkt dem arzt bei der dienstantrittsuntersuchung von meiner situation berichten, oder doch zu meinem hausarzt gehen und mich von ihm überweisen lassen????

mein problem dabei ist eigentlich nur, dass dies mir alles extrem peinlich ist... besonders vor meinem hausarzt den ich seit jahrzenten kenne
und soll ich dem arzt (ärzten) direkt ins gesicht sagen was ich meine zu haben?! habe nämlich angst diesen schritt zu wagen und dann nur für einen simulanten gehallten zu werden


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 Betreff des Beitrags: Re: Zivildienst und Depressionen
BeitragVerfasst: 25.01.2010, 08:58 
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Es gibt da was, das nennt sich ärtztliche Schweigepflicht. Wenn du dem Arzt bei der Dienstantrittsuntersuchung von deinem Problem erzählst, kannst du dir eigentlich sicher sein, dass es am nächsten Tag nicht jeder weiß. Oft hilft es ja, wenn man sich anderen mitteilt. Außerdem kann der dir bestimmt nen besseren Rat geben, was zu tun ist, als ich es hier könnte.

Gibt auf jeden Fall aber die Möglichkeit dich in einer sog. Nachmusterung für diestunfähig zu erklären. Bräuchtes dann keinen Zivi zu machen und könntest dein Studium eher beginnen, wenn dir das lieber ist.

Ich persönlich würde ja an deiner Stelle lieber den Zivi machen, da der meistens eher entspannend als stressig ist (Vorausgesetzt man hat nette Kollegen und nicht zu viel Arbeit), will dich aber dahingehend nicht beeinflussen.

Zitat:
und soll ich dem arzt (ärzten) direkt ins gesicht sagen was ich meine zu haben?! habe nämlich angst diesen schritt zu wagen und dann nur für einen simulanten gehallten zu werden


Wenn der Artzt einigermasen gut ist, merkt der, ob du simulierst oder ob es dir wirklich schlecht geht.


Wünsche dir auf jeden Fall noch viel Glück und gib nicht auf, du hast es schon weit geschafft.
Abitur hätt ich mit Depressionen nicht hinbekommen, war so schon aufregend genug.

Mfg, Biberzivi09

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 Betreff des Beitrags: Re: Zivildienst und Depressionen
BeitragVerfasst: 26.01.2010, 01:23 
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das bescheuerte an meiner situation ist ja, dass es mir grad super geht... hab halt nur angst, dass es jederzeit wieder los gehn könnte
kollegen sind übrigens nich nett^^

ärztliche schweigepflicht kenn ich :D , aber soweit ich weiß soll ja manchmal die familie mit einbezogen werden damit man richtig behandelt werden kann... das will ich aber nicht (zumindest im moment)

könnte ich denn diesem b-arzt sagen, dass ich mich schlecht fühle und der überweist mich dann???... oder geht kein weg am hausarzt vorbei um eine überweisung zu kriegen?!--- war in den letzten wochen erst bei 2 ärzten und hab mich bei beiden nicht getraut etwas zu sagen

übrigens danke fürs kompliment :) aber abi an sich war für mich eigentlich einfach... da waren alle viel lockerer und netter zueinander... 11 und 12 waren viel härter für mich


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 Betreff des Beitrags: Re: Zivildienst und Depressionen
BeitragVerfasst: 26.01.2010, 08:47 
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Zitat:
ärztliche schweigepflicht kenn ich, aber soweit ich weiß soll ja manchmal die familie mit einbezogen werden damit man richtig behandelt werden kann... das will ich aber nicht (zumindest im moment)


Hm, da hab ich nicht drangedacht. Aber eigentlich darf er ohne deine Zustimmung so was auch nicht, vor allem da du ja volljährig bist. Wollen wird ers trotzdem, weil bei vielen liegen da ja auch die Ursachen der Depressionen.

Zitat:
könnte ich denn diesem b-arzt sagen, dass ich mich schlecht fühle und der überweist mich dann???... oder geht kein weg am hausarzt vorbei um eine überweisung zu kriegen?!


Ich schätze mal da wirst du direkt überwiesen, bin mir aber nicht sicher. Vllt meldet sich ja noch jemand aus dem Forum, der das bestätigen oder widerlegen kann.

Naja hab jetz wieder was zu tun hier an der Dienststelle, meld mich dann später evtl. noch mal.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zivildienst und Depressionen
BeitragVerfasst: 27.01.2010, 00:18 
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mal3 hat geschrieben:
ärztliche schweigepflicht kenn ich :D , aber soweit ich weiß soll ja manchmal die familie mit einbezogen werden damit man richtig behandelt werden kann... das will ich aber nicht (zumindest im moment)


das aber nur mit deiner Zustimmung. Ansonsten bricht er seine Schweigepflicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zivildienst und Depressionen
BeitragVerfasst: 28.01.2010, 19:51 
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ich idiot hab grad bemerkt, dass einer der ärzte bei denen ich vorletzte woche war sogar ein psychiater ist... hab gedacht er wär nur neurologe^^

wisst ihr vielleicht ob man bei sowas erst zum psychiater überwiesen wird und dann vielleicht zur psychotherapie?! oder kann man auch direkt zum therapeuten wenn man möchte???


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 Betreff des Beitrags: Re: Zivildienst und Depressionen
BeitragVerfasst: 04.02.2010, 18:38 
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so... habe jetzt einfach einen termin beim psychiater gemacht

wisst ihr was mir für möglichkeiten offen stehen wenn ich einen attest bekomme?!
soweit ich weiß darf man doch dann die zivi-stelle wechseln

für dienstunfähig werde ich aber nur erklärt wenn ich zu lange krankgeschrieben bin wegen depries oder nich?!


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