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 Betreff des Beitrags: Verzwickte Angelegenheit
BeitragVerfasst: 03.02.2010, 10:26 
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Hallo erstmal.

Ich hab mal ein paar Fragen die ich hier gerne Stellen wuerde, da ich mir doch relativ "verarscht" vorkomme.

Undzwar bin ich seit knapp 5 Monaten im Zivildienst und anfangs lief auch alles super. Mitlerweile tun sich da aber merkwuerdige Dinge auf.

Zur Einleitung:
Ich bin im Seniorenhaus Zivi am Empfang.

In letzter Zeit ist mir aufgefallen das mein Vorgesetzter mir immer wieder Dinge unterstellt die garnicht sein können.
Beispielsweise, ich wuerde nach Arbeitsende nicht den Dienstcomputer ausschalten. Wo ich aber weiß das ich ihn ausgeschaltet habe, da ich den Stecker gezogen habe. Er kommt dann immer damit an "Ja ein Anruf und du bist weit weg von hier." usw. Ich fasse dies mal als Drohung seinerseits auf. Des weiteren kommen Bekannte von ihm, fuer die er wohl Zivildienststellen frei haelt, damit sien angenehmes Leben haben, wo z.B. meine Stelle wohl fuer den Sohn einer guten Bekannten frei gehalten werden sollte, aber sein Vorgesetzter mir diese Zivildienststelle vermittelt hat. Dann kommen solche Dinge, ich war krank und das 1 Tag vor Urlaubsbeginn, mein Arzt hat mich dann die komplette Woche krank geschrieben. Ich hab meinen Arbeitgeber vorher informiert, dass ich beim Arzt bin weils mit Magen Darm echt nichtmehr geht da den ganzen Tag zu sitzen. Er meinte, ob ich mich nicht nur fuer den Tag krank schreiben lassen kann, wo ich haette arbeiten muessen und nicht in meinem Urlaub. Nun die Frage an mich "Warum sollte ich den Urlaub verfallen lassen?" Gut, mein Arzt hat mich dann fuer die komplette Woche krank geschrieben. Jetzt ging es an die Urlaubsplanung fuer 2010, ich war bei dem Leiter des Seniorenhauses um mit Ihm ueber meinen Urlaub zu sprechen und hab ihm gesagt wie ich den gerne haette. Da meinte er, dass ich so viele Tage garnichtmehr haette, weil ich letztes Jahr schon Urlaub hatte. Der Gedankenspruch machte sich breit: "Mein Vorgesetzter (sagen wir mal Vorgesetzter B) hat meinem Vorgesetzten A nicht mitgeteilt das ich da krank bin und hat es einfach nicht eingetragen, dass ich da krank war. Sprich, waere ich nicht bei Vorgesetztem A gewesen, dann waere das nicht aufgefallen. Des weiteren kann man sich bestimmt vorstellen wie monoton doch die Arbeit in einem Seniorenhaus am Empfang ist. "Riiiing, riing... " das ganze 5 mal am Tag, 1 x im Monat die Telefonrechnungen und Wohnungsrechnungen fertig machen und die restlichen 158 Stunden dreh ich im Monat dann Daeumchen weil keine Beschaeftigung da ist. Manche denken jetzt vllt. "Was beschwert er sich? Der hat dochn Leben", aber dem ist nicht so. Schaut mal den ganzen lieben langen Tag auf die Uhr und hofft das ihr dann feierabend habt. Das Non Plus Ultra war ja jetzt die Angelegenheit mit dem Schnee, ich mach Ueberstunden bis zum geht nichtmehr und dann komm ich einmal wegen Glatteis 5 Minuten zu spaet, da gibts direkt Mecker, wohlgemerkt musste mein Auto vom ADAC abgeschleppt werden. Jetzt frag ich mich doch, ob all dies hier so mit rechten Dingen ablaeuft. Ob ich mir wirklich drohen lassen muss? Ob ich meine Urlaubstage verfallen lassen soll, damit einfach meine Dienststelle Happy ist.
Jetzt noch das beste Beispiel, ich bin ein echter Karnevalsjeck, ich fahr auch immer nach Koeln fuer Karneval und bin dann zu meinem Vorgesetztem B gegangen und hab ihn gefragt ob ich da Urlaub haben kann, dieser kam mir mit der Antwort entgegen das dies nicht ginge, da er doch immer da Urlaub hat. Sprich er wollte mir meinen Urlaub verweigern. Kurz darauf bekam ich von meinem Vorgesetztem A mit, dass dieser den Vorgesetzten B darauf hinwies, er solle doch seinen Urlaub fuer dieses Jahr einreichen. Mir ging ein Licht auf, er hatte seinen garnicht eintragen lassen? Ich daraufhin zu vorgesetztem A und mir den Urlaub eintragen lassen.

Eine Frage dann noch: Gehoeren, sogenannte "freiwillige" Buehnenauftritte zum Aufgabenbereich eines Zivi's?

Danke fuer das Lesen und fuer eventuelle Hilfe.

Mfg der Putricide


Edit: Dazu, was ich ganz vergessen hatte, die Angelegenheit mit dem Fahrsicherheitstraining was fuer Zivildienstleistende seit neustem Pflicht ist oder noch zur Pflicht wird. Da sagt meine Dienststelle "Wir lassen es hart auf hart kommen, bis halt was passiert." Dazu mal "No comment"


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzwickte Angelegenheit
BeitragVerfasst: 03.02.2010, 12:35 
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Moin!

Dann wollen wir mal ...

Putricide hat geschrieben:
Beispielsweise, ich wuerde nach Arbeitsende nicht den Dienstcomputer ausschalten. Wo ich aber weiß das ich ihn ausgeschaltet habe, da ich den Stecker gezogen habe. Er kommt dann immer damit an "Ja ein Anruf und du bist weit weg von hier." usw. Ich fasse dies mal als Drohung seinerseits auf.


Leere Drohungen ... was soll dir passieren? "Kündigen" geht nicht, vielleicht kann er seinen Chef bequatschen, dich in einen anderen Bereich im selben Haus zu versetzen (was dir ja evtl. sogar entegenkommen würde).

Putricide hat geschrieben:
Des weiteren kommen Bekannte von ihm, fuer die er wohl Zivildienststellen frei haelt, damit sien angenehmes Leben haben, wo z.B. meine Stelle wohl fuer den Sohn einer guten Bekannten frei gehalten werden sollte, aber sein Vorgesetzter mir diese Zivildienststelle vermittelt hat.


Naja, da gibt es ein paar Regelungen, zum Beispiel was den Umgang mit Verwandten angeht. Kannst du ja mal so im Hinterkopf behalten ;) Aber nützen würde es dir ja nichts.

Putricide hat geschrieben:
Dann kommen solche Dinge, ich war krank und das 1 Tag vor Urlaubsbeginn, mein Arzt hat mich dann die komplette Woche krank geschrieben. Ich hab meinen Arbeitgeber vorher informiert, dass ich beim Arzt bin weils mit Magen Darm echt nichtmehr geht da den ganzen Tag zu sitzen.

...

Der Gedankenspruch machte sich breit: "Mein Vorgesetzter (sagen wir mal Vorgesetzter B) hat meinem Vorgesetzten A nicht mitgeteilt das ich da krank bin und hat es einfach nicht eingetragen, dass ich da krank war. Sprich, waere ich nicht bei Vorgesetztem A gewesen, dann waere das nicht aufgefallen.


Du hast richtig gehandelt: Bist du im Urlaub krank, kannst du dich krankschreiben lassen und die Urlaubstage werden gutgeschrieben. Zu verlangen, dass du deine Krankheit in deinen Urlaubstagen auskurierst, ist absolut nicht in Ordnung. Und die Urlaubstage solltest du einfordern, wenn es sich machen lässt. Zumindest ist es dein Recht, wenn du einen entsprechenden Krankenschein abgegeben hast (der ja auch beim BAZ gelandet ist, im Extremfall ließe sich das ja nachprüfen).

Putricide hat geschrieben:
Das Non Plus Ultra war ja jetzt die Angelegenheit mit dem Schnee, ich mach Ueberstunden bis zum geht nichtmehr und dann komm ich einmal wegen Glatteis 5 Minuten zu spaet, da gibts direkt Mecker, wohlgemerkt musste mein Auto vom ADAC abgeschleppt werden.


Achte v.a. darauf, dass du deine Überstunden auch nutzt. Nach zwei Monaten verfallen die nämlich. Halte sie am besten selbst nach.

Putricide hat geschrieben:
Jetzt noch das beste Beispiel, ich bin ein echter Karnevalsjeck, ich fahr auch immer nach Koeln fuer Karneval und bin dann zu meinem Vorgesetztem B gegangen und hab ihn gefragt ob ich da Urlaub haben kann, dieser kam mir mit der Antwort entgegen das dies nicht ginge, da er doch immer da Urlaub hat. Sprich er wollte mir meinen Urlaub verweigern. Kurz darauf bekam ich von meinem Vorgesetztem A mit, dass dieser den Vorgesetzten B darauf hinwies, er solle doch seinen Urlaub fuer dieses Jahr einreichen. Mir ging ein Licht auf, er hatte seinen garnicht eintragen lassen? Ich daraufhin zu vorgesetztem A und mir den Urlaub eintragen lassen.


Naja, die Frage ist natürlich, ob Herr B das gut findet ;)

Putricide hat geschrieben:
Eine Frage dann noch: Gehoeren, sogenannte "freiwillige" Buehnenauftritte zum Aufgabenbereich eines Zivi's?


Was meinst du damit?

Putricide hat geschrieben:
Edit: Dazu, was ich ganz vergessen hatte, die Angelegenheit mit dem Fahrsicherheitstraining was fuer Zivildienstleistende seit neustem Pflicht ist oder noch zur Pflicht wird. Da sagt meine Dienststelle "Wir lassen es hart auf hart kommen, bis halt was passiert." Dazu mal "No comment"


Wenn du es ganz genau nimmst, könntest du das melden. Ob dann etwas passiert, ist die Frage. Und ob es dem Arbeitsklima gut tut, leider auch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzwickte Angelegenheit
BeitragVerfasst: 03.02.2010, 15:23 
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Also Hegi, danke dir erstmal fuer deine schnelle und gute Antwort.

Das mit dem Buehnenauftritt, da muss ich nach meiner Arbeitszeit hier her kommen und meine Private Zeit nutzen um da was aufzufuehren, betonung liegt auf "muss".

Das mit den Ueberstunden ist gut zu wissen, ich hab im Dezember naemlich 22 Ueberstunden gemacht, was bei mir 3 Arbeitstage sind.
Die kann ich mir dann ja auch mal schnell nehmen :D

Die Sache mit dem Urlaub Karneval ist, meines erachtens nach, eine Dreißtigkeit zu sagen "Da hab ich doch immer Urlaub". Fuer den Urlaub zaehlt wer zuerst kommt der mahlt zuerst. Danach kann man sich auch einigen.^^

Ich hab meinen Cheff B heute auf das Fahrsicherheitstraining angesprochen, er konterte mit den Worten: "Das brauchen wir nicht, dafür fahrt ihr zu wenig". Ich fahrs Auto mind. jeden 2ten Tag^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzwickte Angelegenheit
BeitragVerfasst: 03.02.2010, 16:27 
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Tja, also mit den Aufführungen ist es so eine Sache .... Überstunden sind es ja schonmal auf jeden Fall. Also kannst du dadurch zumindest mal irgendwann zu Hause bleiben oder eben früher gehen.

Aber eigentlich dürften Überstunden nicht regelmäßig, sozusagen "planmäßig" vorkommen, sondern eben als Ausnahme, wenn sie unbedingt nötig sind. Das im jeweiligen Fall auseinander zu halten ist aber bestimmt schwer. Interessant wäre, wie oft es vorkommt und in welchem Umfang. Und ob es dich sehr stört.
Aber so oder so: Abfeiern nicht vergessen ;)

Mit dem Fahrtraining kann dein Chef natürlich irgendwann mal auf die Schnauze fallen. Wenn es ihm bis dahin egal ist, naja ... zumindest ist das ja dann nicht in erster Linie dein Problem.


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