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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende des Zivildienstes
BeitragVerfasst: 28.10.2009, 21:44 
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Klumpi hat geschrieben:
Könnte ja so kommen, dass durch die Einsparung das FSJ gefördert wird, was gut wäre!
Oder es gibt mehr Zuschüsse für Personal.

Abwarten und Tee trinken...


was mit dem Zivi wird ist noch unklar, aber das finde ich eine falsche EInstellung.
Ein Kollege aus dem Weltwärts Beirat (ist sowas wie FSJ) hat mir erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass die Mittel auch dort gekürzt werden.
Da sie für das FSJ angehoben werden ist sehr unwahrscheinlich, eher im Gegenteil.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende des Zivildienstes
BeitragVerfasst: 29.10.2009, 00:05 
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Mellanie hat geschrieben:
Tja, da haben die Hohen Herren in der Politik sich ja was schönes einfallen lassen.

6 Monate Wehrdienst ab 2011
http://www.n-tv.de/politik/Sechs-Monate ... 59151.html

Das bedeutet gleichzeitig auch 6 Monate Zivildienst. Was wiederum heißt, dass keine Soziale Einrichtung mehr ab 2011 einen Zivildienstleistenden mehr haben wird. Kurz die Kosten im Sozialen System werden gewaltig steigen. Sollen die alten Menschen doch im Altenheim nicht in drei Minuten Ihre Mahlzeit zu sich nehmen sondern halt in 1 Minute.

Und die Aussage von Herrn Tobiassen dass der Zivildienst ungestört weiterginge ist vollkommener Unfug. Das ist eine Aussage von Jemanden der den Zivildienst schon immer abschaffen wollte, aber keine Ahnung von der Praxis hat.

Da geht es dahin mit unserem Sozialstaat. Aber bei einer FDP Regierung war das auch nicht anders zu erwarten.

Aber was soll es, muss ich halt genug verdienen, damit ich zu den Reichen im Land gehöre. Denn die armen in unserem Land haben in Zukunft nichts mehr zu lachen.

Meinen Gruß

Vielleicht liest du, bevor du die Aussagen des geschätzten Kollegen Tobiassen als Unfug bezeichnest, erstmal seine ausführlichen Pressemitteilungen:
Der Wegfall des Zivildienstes muss nicht schrecken;
Dienstzeitverkürzung auf sechs Monate ist Unsinn - Wegfall der Wehrpflicht jetzt!;
Hintergrund: Auswirkungen der Dienstzeitverkürzung im Sozialbereich.

Herr Tobiassen hat übrigens eine ganze Menge Praxiserfahrung, er war selbst Zivildienstleistender und im Vorstand der Selbstorganisation der Zivildienstleistenden aktiv, betreibt außerdem seit Jahren Beratung für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende. Näher dran an der Praxis geht im Prinzip gar nicht. Selbstverständlich wollte Herr Tobiassen den Zivil- wie auch den Kriegsdienst schon immer abschaffen; das ist auch das einzig Richtige.

Eine Gesellschaft, deren Sozialsystem auf der Ausbeutung ihrer jungen Männer basiert würde ich als reichlich verkommen und arm dran bezeichnen.
Dass die Sozialeinrichtungen an akuter Finanznot leiden, liegt schlicht an Profitgier und mangelnder staatlicher Finanzierung. Altersheime, Behindertenwerkstätten, Krankenhäuser etc. sind Teil der Daseinsvorsorge und gehören daher nicht in die Hand von Gewinnorientierten AGen und GenmbH. Auch wenn die Träger gemeinnützige Organisationen sind, sind diese gezwungen, kostendeckend zu arbeiten, weil der Staat sich, wie in vielen Bereichen, für deren Finanzierung er eigentlich zuständig wäre, immer mehr zurückzieht (Daseinsvorsorge ist eigentlich eine der Hauptaufgaben eines Staates, aber irgendwie müssen die Milliarden für "notleidende Banken" ja finanziert werden, also am besten direkt auf die Leute in den Altersheimen scheißen und Ja zum sozialverträglichen Frühableben sagen).

Ein Punkt, an dem der Staat viel tun kann, ist die Förderung von Freiwilligendiensten wie dem FSJ. Auch vom menschlichen Standpunkt her ist das viel sinnvoller, weil Freiwillige typischerweise eine höhere Motivation haben, als dies bei Leuten, die - wie Zivildienstleistende - zwangsweise irgendwo arbeiten, der Fall ist. Insofern hat Ulrich Schneider (Leiter des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) neben den Krokodilstränen, die er im Interview im aktuellen Spiegel (Nr. 44/2009, S. 21) über das Ende des Zivildienstes vergießt, wenigstens damit recht, dass das FSJ ausgebaut werden muss, um die durch den Wegfall vieler Zivildienstleistender entstehende Lücke zu schließen. Hier ist es grundfalsch, wenn der Staat sich zurückzieht (beim ADiA sieht das etwas anders aus, für Entwicklungshilfe werden sowieso unnötige Mengen von Kohle verschleudert, die an Länder wie Indien oder China oder in die Taschen irgendwelcher Diktatoren in Schwarzafrika fließt).

Im Übrigen ist diese Diskussion um den Zivildienst müßig. Der Zivildienst ist nur ein Ersatz für den Wehrdienst, er steht und fällt mit diesem. Das bedeutet, dass die argumentative Grundlage für den Erhalt des Zivildienstes immer nur diejenige für den Erhalt des Wehrdienstes sein kann. Das Argument lautet also nicht, der Zivildienst müsse erhalten bleiben, um das Sozialsystem nicht zu gefährden, sondern das Argument lautet, dass der Zivildienst erhalten bleiben müsse, weil der Wehrdienst sich bewährt habe und der Bundeswehr die Rekrutierung von Zeit- und Berufssoldaten erleichterte.

Kleiner Nachtrag: Wo du schon den Abgesang auf den Sozialstaat anstimmst; gerade die linken Parteien fordern schon wesentlich länger als Westerwelle und Co. die Abschaffung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes bzw. im Falle der SPD eine "freiwillige Wehrpflicht", bei der zu Wehr- und Zivildienst nur diejenigen einberufen werden, die auch tatsächlich dienen wollen (etwas merkwürdige Vorstellung, die sich wahrscheinlich nicht durchsetzen würde).

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende des Zivildienstes
BeitragVerfasst: 29.10.2009, 00:15 
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PvanderLoewen hat geschrieben:
Mellanie hat geschrieben:
(beim ADiA sieht das etwas anders aus, für Entwicklungshilfe werden sowieso unnötige Mengen von Kohle verschleuder).

nur eine kleine Anmergung, für den ADiA gibt es staatliche Förderungen von exakt 0,00 Euro.
Da wird also kein Geld "verschwendet" :?

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende des Zivildienstes
BeitragVerfasst: 29.10.2009, 01:26 
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Heini hat geschrieben:
PvanderLoewen hat geschrieben:
Mellanie hat geschrieben:
(beim ADiA sieht das etwas anders aus, für Entwicklungshilfe werden sowieso unnötige Mengen von Kohle verschleuder).

nur eine kleine Anmergung, für den ADiA gibt es staatliche Förderungen von exakt 0,00 Euro.
Da wird also kein Geld "verschwendet" :?

"weltwärts" kann ein ADiA sein, und das ist ein staatliches Programm.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende des Zivildienstes
BeitragVerfasst: 29.10.2009, 12:47 
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PvanderLoewen hat geschrieben:
"weltwärts" kann ein ADiA sein, und das ist ein staatliches Programm.

da vermischt du aber ein paar Sachen. Weltwärts und ADiA sind zwei komplett unterschiedliche Programme. Zwar ist möglich beide zu koppeln, aber in sehr vielen Fällen geht das eben nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende des Zivildienstes
BeitragVerfasst: 29.10.2009, 12:51 
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Heini hat geschrieben:
PvanderLoewen hat geschrieben:
"weltwärts" kann ein ADiA sein, und das ist ein staatliches Programm.

da vermischt du aber ein paar Sachen. Weltwärts und ADiA sind zwei komplett unterschiedliche Programme. Zwar ist möglich beide zu koppeln, aber in sehr vielen Fällen geht das eben nicht.

ADiA ist kein Programm, sondern ein Rechtsbegriff, unter den Teile des weltwärts-Programms fallen können, wenn man's richtig anstellt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wehrdienst wird ab 2011 auf 6 Monate verkürzt!
BeitragVerfasst: 29.10.2009, 12:55 
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OK, ob Programm oder Rechtsbegriff ist mir eigentlich egal :)
Wie du schon gesagt hast, kann ADiA teil des Weltwärts Programm sein (vorausgesetzt der Träger für Weltwärts (BMZ) ist auch als Träger für den ADiA vom BMFSFJ anerkannt)
Aber Umgedreht ist dies halt nur sehr begrenzt möglich, da nur ein Bruchteil der ADiA Stellen in Entwicklungsländern sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wehrdienst wird ab 2011 auf 6 Monate verkürzt!
BeitragVerfasst: 29.10.2009, 17:13 
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Gut, jedenfalls ging es ursprünglich auch nicht darum, wie irgendwelche Auslandsdienste subventioniert werden oder nicht, sondern darum, in welcher Form die Dienstzeitverkürzung bzw. ein eventueller Komplettwegfall des Zivildienstes durch staatliche Leistungen kompensiert werden sollte/müsste/könnte. Und da würde ich selbstverständlich sagen, dass Dinge wie das FSJ (wenigstens im Inland) zu fördern sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wehrdienst wird ab 2011 auf 6 Monate verkürzt!
BeitragVerfasst: 30.10.2009, 15:07 
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Zitat:
Zivildienstdiskussion offenbart rechtswidrigen Zivildiensteinsatz

zu den Verlautbarungen der Zivildienstträger in der Diskussion um die Verkürzung der Wehrdienstdauer erklärt der Geschäftsführer der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e.V. (Zentralstelle KDV), Peter Tobiassen:

Die Stellungnahmen der sozialen Dienstleister zeigen, dass Zivildienstleistende an vielen Stellen falsch eingesetzt wurden und werden. Jede Zivildienststelle erklärt mit der Einrichtung jedes einzelnen Zivildienstplatzes ausdrücklich, dass weder ein bisheriger Arbeitsplatz ersetzt noch die Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes verhindert wird.

Rettungsdienste und andere soziale Dienstleister weisen zurzeit darauf hin, dass sie zukünftig bei sechs Monaten Dienstdauer keine Zivis mehr beschäftigen könnten, sondern auf andere Arbeitskräfte zurückgreifen müssten und damit alles teurer werde. Mit einer solchen Verlautbarung erklären sie zugleich, dass sie bisher gegen die arbeitsmarktpolitische Neutralität des Zivildienstes verstoßen haben. Das gilt für alle Einrichtungen, die jetzt beklagen, dass sie zukünftig für die Erfüllung ihrer ordnungsgemäßen Aufgaben andere Arbeitskräfte einsetzen müssen. In diesen Fällen haben sie Zivildienstleistende offensichtlich nicht für zusätzliche, sondern für Regelaufgaben eingesetzt.

Die Zentralstelle KDV geht davon aus, dass das Bundesamt für den Zivildienst als Aufsichtsbehörde den öffentlichen Selbstanzeigen über den falschen Einsatz von Zivis nachgeht und entsprechend § 4 Absatz 2 Zivildienstgesetz bei diesen Einrichtungen überprüft, ob die Anerkennungsvoraussetzungen für die Beschäftigung von Zivildienstleistenden weiter vorliegen.

-----------------------------
Die rechtlichen Vorschriften:

Richtlinien zur Durchführung des § 4 des Zivildienstgesetzes (ZDG) Anerkennung von Zivildienststellen (ZDS) und ihren Zivildienstplätzen (ZDP) (Anerkennungsrichtlinien)

2.4.4. Arbeitsmarktpolitische Neutralität
Zivildienstplätze dürfen nicht anerkannt werden, wenn sie nachweislich einen bisherigen Arbeitsplatz ersetzen oder eine Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes erübrigen sollen. Die arbeitsmarktpolitische Neutralität ist insbesondere dann gewährleistet, wenn die Arbeiten ohne den Einsatz von ZDL nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt würden oder auf dem Arbeitsmarkt keine Nachfrage besteht. Die Einrichtung hat die arbeitsmarktpolitische Neutralität zu erklären und zu begründen.

§ 4 Zivildienstgesetz
(1) Eine Beschäftigungsstelle kann auf ihren Antrag anerkannt werden, wenn sie insbesondere Aufgaben im sozialen Bereich, im Bereich des Umweltschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege durchführt; überwiegend sollen Beschäftigungsstellen des sozialen Bereichs anerkannt werden … Die Anerkennung wird für bestimmte Dienstplätze ausgesprochen. Sie kann mit Auflagen [Richtlinien zur Durchführung von § 4 ZDG] verbunden werden.
(2) Die Anerkennung ist zurückzunehmen oder zu widerrufen, wenn eine der in Absatz 1 genannten Voraussetzungen nicht vorgelegen hat oder nicht mehr vorliegt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wehrdienst wird ab 2011 auf 6 Monate verkürzt!
BeitragVerfasst: 30.10.2009, 19:29 
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PvanderLoewen hat geschrieben:
Zitat:

Die Zentralstelle KDV geht davon aus, dass das Bundesamt für den Zivildienst als Aufsichtsbehörde den öffentlichen Selbstanzeigen über den falschen Einsatz von Zivis nachgeht und entsprechend § 4 Absatz 2 Zivildienstgesetz bei diesen Einrichtungen überprüft, ob die Anerkennungsvoraussetzungen für die Beschäftigung von Zivildienstleistenden weiter vorliegen.




Das will ich mal lesen! Dann fallen ja ne ganze Menge weg. Und wenn die dann noch die ganzen GmbHen, AGen und alle anderen privaten Machenschaften schliessen, bleibt nicht mehr allzuviel über

Und deshalb werden viele Dienststellen wohl lieber die Klappe halten, dass die keine Zivis mehr nehmen


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 Betreff des Beitrags: Re: Wehrdienst wird ab 2011 auf 6 Monate verkürzt!
BeitragVerfasst: 30.10.2009, 20:20 
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mastern hat geschrieben:
PvanderLoewen hat geschrieben:
Zitat:

Die Zentralstelle KDV geht davon aus, dass das Bundesamt für den Zivildienst als Aufsichtsbehörde den öffentlichen Selbstanzeigen über den falschen Einsatz von Zivis nachgeht und entsprechend § 4 Absatz 2 Zivildienstgesetz bei diesen Einrichtungen überprüft, ob die Anerkennungsvoraussetzungen für die Beschäftigung von Zivildienstleistenden weiter vorliegen.




Das will ich mal lesen! Dann fallen ja ne ganze Menge weg. Und wenn die dann noch die ganzen GmbHen, AGen und alle anderen privaten Machenschaften schliessen, bleibt nicht mehr allzuviel über

Und deshalb werden viele Dienststellen wohl lieber die Klappe halten, dass die keine Zivis mehr nehmen

Das Vorhandensein von Dienststellen sichert dem BAZ die Arbeit; dementsprechend wird da nichts passieren. Darüber hinaus dürfte bei längerer Forenlektüre hinreichend bekannt sein, was für ein blasierter, arbeitsscheuer Haufen da arbeitet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wehrdienst wird ab 2011 auf 6 Monate verkürzt!
BeitragVerfasst: 07.11.2009, 01:36 
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WehrPFLICHT ist total fürn .....

der größte Schwachsinn.. als ob es nicht sowieso allgemein bekannt wär, dass es Zivildienst beispielsweise nur noch aufgrund des wirtschaftlichen Faktors gibt.. billigere Arbeitskräfte bekommt man doch sonst nur in Polen oder Asien.. sry, aber.. naja. Meiner Meinung nach, ist Wehrpflicht verfassungswidrig und mittlerweile total sinnlos.

Ich hoffe der Quatsch existiert in absehbarer Zukunft nur noch in Erzählungen.

nicht nur Zivildienst ist mehr als dreister Diebstahl an der Lebenszeit junger Deutscher..
mal etwas zum Bund :
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... ehrpflicht

etwas ausführlicher und von www.wehrpflicht-abschaffen.de geklaut, da ich zum Schreiben zu faul bin:

Ich will die Wehrpflicht abschaffen!

Ich will die Wehrpflicht abschaffen, weil sie die Freiheitsrechte eines jeden jungen Mannes einschränkt. Unser Staat hat kein Recht mehr, junge Männer zu zwingen, ihren Lebens-weg zu unterbrechen und im Rahmen der Wehrpflicht oder des Zivildienstes einen Dienst zu tun. Es gibt heute und auf absehbare Zeit keine militärische Bedrohung mehr für unser Land. Deutschland ist nur noch von Freunden, Verbündeten und Partnern umringt. Die Grundlage für einen Zwang zum Wehrdienst ist somit entfallen.

Ich will die Wehrpflicht abschaffen, weil wir eine schwindende Wehrgerechtigkeit wahrnehmen. Wenn nur noch eine Minderheit eines Wehrpflichtjahrgangs damit rechnen muss, zum Dienst an der Waffe herangezogen zu werden, aber jeder Kriegsdienstverweigerer zum Zivildienst beordert wird - dann wird Wehrungerechtigkeit zur Regel.

Ich will die Wehrpflicht abschaffen, weil Freiwilligkeit für Frauen auch Freiwilligkeit für junge Männer bedeuten muss. Freiwilligkeit für die Jugend bedeutet aber auch: Ich lehne eine allgemeine Dienstpflicht für Jugendliche ab. Eine allgemeine Dienstpflicht ist nichts anderes als ein Zwangsdienst, der genauso wie die Wehrpflicht die Freiheitsrechte eines jeden einschränkt.

Ich will die Wehrpflicht abschaffen, weil sie ein internationales Auslaufmodell ist. In Europa bereiten sich Frankreich, Spanien, Italien und Portugal gerade auf die Umstellung zur Freiwilligenarmee vor. Diese Länder geben als Grund für die Aussetzung der Wehrpflicht und damit der spürbaren Verringerung der Streitkräfte an, dass die Sicherheitslage es zulasse, es mit Ende des Kalten Krieges keine direkte Bedrohung mehr gäbe, eine Massenarmee weder gegen internationale politische Instabilität noch gegen Massenvernichtungswaffen helfe.

Ich will die Wehrpflicht abschaffen, weil ich mir eine funktionierende Bundeswehr und mehr Arbeitsplätze im sozialen Sektor wünsche. Die Abschaffung oder Aussetzung der Wehrpflicht bedeutet eine kleinere Bundeswehr und den Wegfall des Zivildienstes. Das bedeutet auch, dass die immensen finanziellen Staatsaufwendungen für diese Dienste frei werden. Mit diesen Mittel kann die Bundeswehr modernisiert, ihren heutigen Anforderungen angepasst und im sozialen Bereich öffentlich geförderte und vollwertige Jobs geschaffen werden.

In meinen Augen stellt die Wehrpflicht also einen nicht unerheblichen Eingriff in die individuelle Freiheit dar und behindert so das Recht auf freie Lebensgestaltung, sie ist ein Relikt aus der Zeit des Kalten Krieges und mit dem Geist unserer heutigen Zeit und Gesellschaft nicht mehr vereinbar. Nach meiner Überzeugung hat die Wehrpflicht ausgedient. Deshalb setze ich mich für die Abschaffung dieses nicht mehr zeitgemäßen Pflichtdienstes und stattdessen für die Einführung einer modernen Freiwilligenarmee ein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wehrdienst wird ab 2011 auf 6 Monate verkürzt!
BeitragVerfasst: 26.02.2010, 03:19 
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Also wenn ihr ehrlich bin finde ich es schade das es auf 6 Monate gekürzt wird.
Ich meine... sollte sich ein Schüler entscheiden Zivildienst zu leisten ( so wie ich ) gehen dabei eh ein Jahr drauf.
Daher finde ich es auch komisch woher dieser Vorschlag überhaupt kommt.

Ich meine... wer hat sich da über 9 Monate beschwert?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wehrdienst wird ab 2011 auf 6 Monate verkürzt!
BeitragVerfasst: 26.02.2010, 03:39 
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KongoBill hat geschrieben:
Also wenn ihr ehrlich bin finde ich es schade das es auf 6 Monate gekürzt wird.
Ich meine... sollte sich ein Schüler entscheiden Zivildienst zu leisten ( so wie ich ) gehen dabei eh ein Jahr drauf.
Daher finde ich es auch komisch woher dieser Vorschlag überhaupt kommt.

Ich meine... wer hat sich da über 9 Monate beschwert?

Der Vorschlag ist ein Kompromiss aus der Haltung der FDP, die den Wehr- und Zivildienst komplett abschaffen wollte, und dem Standpunkt der CDU/CSU, die am status quo festhalten wollten. Übrigens ist die Verkürzung durchaus sinnvoll, z.B. für Leute, die ein Studium anfangen wollen. Wenn die nach dem Abi-Sommer im September oder Oktober mit dem Wehr-/Zivildienst anfangen, können sie zum Sommersemster im April das Studium aufnehmen - auf diese Weise geht nur ein halbes Jahr verloren.
Übrigens hättest du bei einem sechsmonatigen Dienst auch nicht das Problem, deinen Dienst um drei Monate verkürzen zu müssen (für Uneingeweihte vgl. hier).

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 Betreff des Beitrags: Re: Wehrdienst wird ab 2011 auf 6 Monate verkürzt!
BeitragVerfasst: 21.03.2010, 21:03 
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Im Ausland funktioniert das Sozialsystem auch ohne Wehrpflicht hervorragend. Nur weil sich das Sozialsystem nach 50 Jahren Zivildienst immer noch nicht umstrukturiert hat, brauchen deutsche junge Männer nicht leiden. Für nen Stundenlohn von weniger als einem € sollen die mal jemanden finden, der das freiwillig macht, da hätte man vorher dran arbeiten müssen.


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