Ganz wichtig ist es, den Antrag auf Verweigerung rechtzeitig zu stellen! Am besten, wenn man den Musterungsbescheid fertig hat und dann zur Musterung mitbringen. Es ist auch möglich, den Antrag während der Musterung fertig machen zu lassen und die notwendigen Anlagen beim Bundesamt für Zivildienst nachzureichen (Lebenslauf, Begründung). Wenn man aber alle Unterlagen zur Musterung bereits komplett dabei hat, kann man gleich alles abgeben. Das hat folgende Vorteile: Es wird gleich bearbeitet und man braucht sich um nichts mehr zu kümmen, es sei denn, man muß noch eine zweite Begründung verfassen.
Das Antragsschreiben sollte so in etwa aussehen:
Vorname Nachname
Adresse
Adresse des Kreiswehrersatzamtes
Betreff: Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer
Personenkennziffer/Geburtstag
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit verweigere ich den Kriegsdienst unter Berufung auf das Grundrecht der Kriegsdienstverweigerung nach Artikel 4, Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes.
Meinem Antrag füge ich bei:
- die persönliche Darlegung der Beweggründe für meine Kriegsdienstverweigerung,
- den ausführlichen Lebenslauf,
Mit freundlichen Grüßen
Vorname Nachname
Im Lebenslauf sollten grundsätzlich dieselben Daten stehen, wie in einem Lebenslauf einer Bewerbung: Geburtstag/Ort, Schulbildung, evtl. Ausbildung. Zusätzlich kann und sollte man im Lebenslauf mit angeben, welche Ereignisse entscheidend dazu beigetragen haben, daß man aus Gewissensgründen den Kriegsdienst verweigern möchte, z.B. Tod von Angehörigen, Engagement in (kirchlichen) Jugendgruppen, Friedensbewegungen usw.
Im Gegensatz zur Begründung, wo mal auch etwas gemogelt werden kann, sollte man sich hier nichts ausdenken!